Kommando Elefant

Marilies Jagsch • Luise Pop

Kommando Elefants aktuelles Album "Kommt, wir hauen Granaten rein. Das kleine bisschen Leben" erschien im April 2010 auf Las Vegas Records.

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Kommando Elefant: Kaputt aber glücklich, Asinella Records 2008

In schräger Schönheit sterben

Kommando Elefant findet seinen Weg zwischen Akkustik-Gitarre und Elektro-Rödel, zwischen Humor und Tragödie, zwischen Piano und Korg-Synths, zwischen Alltag und Systemkritik und manifestiert sich als gebrochenes Singer-Songwritertum im Elektro-Mantel - doch im Endeffekt erkennt mensch intelligenten Post-Punk mit Pathos darin.

Eine geschmacksichere Portion Indie-Schlager und Kinky Elektro Rock-n-Roll ergeben eine Mischung aus Romantik (im Sven Regner´schen Sinne) über Rumpel-di-Pumpel Sound bis zum anarchischen (Live-) Excess eines 4 to the Floor Stomper-Ausbruchs.

Als modulares Konzept tourt Kommando Elefant seit Oktober 2007 durch Österreich, Schweiz und Deutschland – hin und wieder solo, dabei unterstützt durch die Band im Minidisc-Player – Leute, wir sind schon längst im neuen Jahrtausend! -  aber meistens wird Alf durch seinen kongenialen Partner am elektrischen Synthesizer-Klavier, The mechanical Luis, begleitet – und hat sich dabei als Liveact bereits einen formidablen Rock-n-Roll Ruf erspielt.

Die Aufstockung zu einer  multiplen Tanzkapelle erscheint  im Bereich des Möglichen, jedoch wird es never ever ein echtes Schlagzeug geben, denn hier regiert der mechanische Schlagroboter aka Drumcomputer.

Die 11-Track-Demo-Eigenbau-Kompakt-Disk „Jukebox war gestern, heute bin ich“, wurde im August 2007 frisch aus dem Mastering-Studio auf dem führenden österreichischen Indie-Schlager-Radio-Sender FM4 vorgestellt, und einige Songs des Albums erfreuen sich bis dato einer gewissen nächtlichen Rotation (wie zB „Du bist wie ein Rocksong“).

Im November 2008 erscheint die offizielle Debut-CD „Kaputt, aber glücklich“ auf dem Wiener Label Asinella Records. 11 Tracks, produziert von Alexander Nefzger und Flo Pilz, handeln unter anderem von versifften Nächten in geschmacklosen Bars, in welchen mensch windige Philosophen trifft („Wittgenstein“), von vertanen Entscheidungen und Mutlosigkeit („Letzte Ausfahrt“), von der Lebenslüge Party und der ewigen Suche danach („Highlife und Drogen“) oder von der Liebe zweier unterschiedlicher (?) Menschen („Wenn ich dich sehe, bleibt mein Herz stehen“). Die eher nicht so dummdreisten Texte finden sich eingebettet in vielschichtige Arrangements, getragen durch komplexe Drum-programmings, versierte Instrumentalisierungen und schräg-schönen Chören. Eine Platte, die im Club als auch zuhause funktioniert.

Kommt wir hauen Granaten rein...

Veröffentlicht 16.04.2010 (Las Vegas Records)

Kaputt aber glücklich

Veröffentlicht am 7. Nov. 2008

Jewelcase-CD

(Asinella Records, AR007)